Juli ist Rosenzeit

Juli ist Rosenzeit

Juli ist Rosenzeit, nicht nur bei uns im Schlosspark Dennenlohe am Platnersberg, an dem über 10.000 Rosen blühen, sondern überall…

Englische Rosen, Generosa Rosen, historische Rosen, Kletter- oder Ramblerrosen, Wildrosen, moderne Rosen oder Hochstämme, Hagebuttenrosen, stachellose Rosen – die Auswahl ist nahezu unerschöpflich. In Klostergärten des Mittelalters wurde die Rose als Heilpflanze gezogen und seit fast 1000 Jahren verbreiteten sich auch gefüllte Sorten, vornehmlich die Rosa gallica. Orientalische Gartenrosen gelangten später vor allem durch die Kreuzfahrer nach Europa - erst in der Renaissance wurden Rosensorten kultiviert und bildeten den Grundstock der europäischen Gartenkultur.

Bereits 1700 wurde in großem Stil Rosenöl gewonnen und spätestens im Barock setzte sich die Rose in Europa als „Königin der Blumen" durch. Zu den bekanntesten Rosenliebhaberinnen zählte die französische Kaiserin Joséphine, deren Garten in Malmaison weltbekannt wurde. Und weil unsere Tochter schon seit Jahren ein großer Fan von Joséphine ist und schwer begeistert von Malmaison war, hat sie zu ihrem 20. Geburtstag eine eigene Rosenzüchtung bekommen, die gerade vorgestellt wurde: „Emilie von Süsskind" -  ist eine öfterblühende Alba Hybride mit süßem zitronigem Duft, was für uns Süsskinds ja sehr wichtig ist – denkt man an „Das Parfüm" von Patrick Süsskind und an die damit verbundenen Gerüche…

Es gibt ca. 250 Sorten Rosen (Rosa), die meistens die typischen Merkmale Stacheln, Hagebutten und unpaarig gefiederte Blätter besitzen. Rosen bevorzugen kalkhaltige Böden, was wir in Dennenlohe eigentlich gar nicht bieten können (trotzdem fühlen sie sich hier sehr wohl!) und hier werden sie grundsätzlich nur beim Einpflanzen gegossen und dann nie wieder…

Rosen sind nämlich Tiefwurzler. Gießt man sie, verlieren sie ihre Fähigkeit sich selbst zu versorgen und werden viel leichter krank. Und leider gibt es eine Vielzahl von Rosenkrankheiten: Krebserkrankungen, Pilzerkrankungen wie  Grauschimmelfäule oder Rosentaupilz.  Insekten, wie die Rosengallwespe oder Blattwespe höhlen zarte Knospen, Gipfeltriebe und Zweige aus. Rosenblattläuse, Rosenschildläuse oder Rosenzikaden, aber auch Schmetterlingsraupen, wie Rosenwickler oder Zwergminiermotten lieben Rosenblätter ebenfalls, deswegen gibt es fast so viele Spritzmittel wie Rosensorten. Allerdings nicht in Dennenlohe, denn wir sind Biolandbetrieb und spritzen nur mit Brennnesselsud und pflegen unsere Marienkäfer, die mit Vorliebe die Blattläuse verzehren.

Baron Robert von Süsskind
VIKING Garten-Experte

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