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Tomaten in aller Vielfalt

Tomaten in aller Vielfalt

Wie kein anderes Gemüse steht die Tomate für Sortenvielfalt. Die Sorten unterscheiden sich nicht nur in Geschmack, Konsistenz, Form, Farbe und Musterung der Früchte, sondern eignen sich auch für bestimmte Verwendungs­zwecke: zum Trocknen, zum Füllen oder zum Einkochen. Und natürlich zum Frisch-Essen. Am besten nehmen Sie auch gleich Saatgut von Ihrer Lieblingsorte.

Lecker und bunt
Tomaten sind die Lieblingsfrüchte vieler Gärtnerinnen und Gärtner. Wohl bei keiner anderen Kulturart scheint die Sortenvielfalt so groß zu sein wie bei der Tomate. In den letzten Jahren hat sich die Tomate zur Vielfaltsfrucht schlechthin entwickelt. Das hat vermutlich zum einen damit zu tun, dass Tomaten das meistgegessene Gemüse sind – in Österreich beispielsweise isst laut Statistik jeder und jede pro Kopf und Nase 27,2 Kilo jährlich. Überwältigend ist auch die Farbenvielfalt der Tomate: Von cremeweiß über gelb und orange bis hellrot, dunkelrot, braunrot, rosa und auch gelbgrün können die reifen Früchte gefärbt sein. Besonders schön ist ein bunter Sommer-Tomatensalat aus Früchten verschiedener Sorten.
Eine wesentliche Unterscheidung ist die nach Busch- und Stabtomaten. Buschtomaten eignen sich für den Anbau in Töpfen. Sie bringen weniger Ertrag als die so genannten Stabtomaten, bringen meist rascher erste reife Früchte. Wer über das ganze Jahr eigene Tomaten essen will, sucht die Sorten am besten nach der Reifezeit und nach Verarbeitungsqualitäten aus: Die meisten Cocktailtomaten reifen relativ früh, dann folgen die runden Salatetomaten. Eher spätreif sind Fleischtomaten. Dafür lassen sie sich bis zu Weihnachten gut lagern und auch gut einkochen, ebenso wie die klassischen Saucen-Tomaten, die beim Einkochen kaum Wasser verlieren.

Ein paar Farben und ihre Sortenvertreter

  • Weiß: ‚White Beauty', ‚Milchperle'
  • Hellgelb: „Snow White Cherry"
  • Gelb: „Gelbe Dattelwein"
  • Orangegelb: "Orange Österreicher", „Auriga", „Valencia", „Sibirian Pear"
  • Grüngelb gestreift: „Green Zebra"
  • Rosarot: „Rosa Ochsenherz", „Bulgarische Rosa Runde", „Ei von Phuket"
  • Rotgelb geflammt: „German Gold", „Red Cavern"
  • Braunrot: „Lila Sari", „Black Cherry", „Schwarze von der Krim"

Saatgut selber ernten
Aus reifen Tomaten entnimmt man die Samen, füllt sie in ein Glas und lässt dieses für zwei bis drei Tage an einem warmen Ort abgedeckt stehen. Bei diesem Vorgang wird die keimhemmende Schicht, die das Samenkorn umgibt, von Pilzen abgebaut (optimal sind 23-30° C). Die Samen greifen sich dann nicht mehr glitschig, sondern sind rauh. Meist dauert dies ein bis zwei Tage. Die Keimschutzschicht ist auch dann abgebaut, wenn die Samen zu Boden sinken und sich das Fruchtfleisch im oberen Teil des Glases sammelt. Die vergorene Brühe mit Wasser aufgießen. Warten, bis die Samen zu Boden gesunken sind und das Fruchtfleisch und die tauben Samen abgießen. Abwechselnd mit Wasser spülen und abgießen, bis das Wasser klar bleibt, dann im Sieb mit einem scharfen Wasserstrahl reinigen. Anschließend die Samen portionsweise in einen Kaffee-Filter geben oder einlagig auf ein Holzbrett legen und an einem luftigen und warmen Ort trocknen. Nach zwei Tagen sollten die Samen trocken sein. Abfüllen und beschriften. Auch Gurkensamen werden so gereinigt. Die Samen anderer Fruchtgemüse – wie z.B. Melanzani, Andenbeere oder Melonen – müssen nicht vergoren werden.

Andrea Heistinger

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