Mohnblumen

Mohnblumen

Eigentlich sollte dieser Beitrag einen anderen Titel erhalten, wie z.B. „Mohnblumen – oder warum sie immer woanders auftauchen als das ursprünglich geplant war". Die Mohnblume ist auch unter den Namen Klatschmohn oder Klatschrose bekannt. Jedes Jahr sät meine Frau Mohnblumen aus. Dabei handelt es sich meist um ganz spezielle Sorten, die nur gegen Vorlage des Personalausweises tütchenweise angeliefert werden. Nach der Aussaat beobachte ich seit Jahren dieselben Abläufe – die Mohnblumen kommen nicht oder nur spärlich an den von uns gewünschten bzw. angedachten Stellen im Garten.

Dennoch muss man nicht lange nach ihnen suchen, denn sie finden sich dann umso üppiger und völlig wild an Plätzen, an denen man sie so überhaupt nicht vermuten würde, wie z.B. bei uns auf den sogenannten „Schneckenbergen", die ihren Namen nicht ganz zu Unrecht tragen.

Dass dies ein bisschen frustrierend ist, können Sie sich vorstellen. Gott sei Dank bin ich allerdings in der Lage, mit meiner Frau eine zertifizierte Gartentherapeutin zu haben. Wir akzeptieren also die Situation wie sie ist. Widerstand ist ohnedies zwecklos. Verzichten wollen wir auf den wundervollen Mohn keinesfalls. Jeder, der schon einmal über ein Mohnblumenfeld geblickt hat, wird uns verstehen. Für nicht wenige Gartenfreunde ist die Mohnblume sogar die schönste aller Blumen.

Wenn Sie in Ihrem Garten über einen kalkhaltigen Lehmboden verfügen, stehen die Chancen für Mohnblumen besser. Plätze, die im Sommer sehr warm sind, bevorzugen die dekorativen Pflanzen. Aber eben – siehe oben, eine gezielte „Mohnblumen-Platzierung" lässt sich äußerst schwer bis gar nicht bewerkstelligen. Noch ein interessantes, recht wenig bekanntes Detail zur Mohnblume ist, dass sie ein Tiefwurzler ist und ihre Wurzeln bis zu 1 Meter Tiefe erreichen.

Wenn Sie auch sonst für „Aufmotzer" bzw. schöne Farbtupfer für Ihren Garten oder Wiese suchen, hier noch ein einfacher Tipp, der für besondere Highlights sorgt: Blaue Lupinen locker verteilt sorgen für Farbakzente der besonderen Art. Wer es lieber blau und weiß mag, kann auf die nordamerikanische Prärielilie zurückgreifen – die gibt´s nämlich in blau und weiß. Wie auch immer wünsche ich Ihnen einen farbprächtigen und schönen Sommer!

 

Baron Robert von Süsskind
VIKING Garten-Experte

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